Praktische Gartentipps- und Tricks

Allgemeine Tipps

Pauschale Tipps, die für jeden Gartentyp geeignet sind, kann man schwerlich geben. Aber je nach Jahreszeit gibt es vieles, was man beachten kann, um eine gute Gartensaison zu erleben. 

Das Frühjahr beginnt klassischerweise mit dem Frühjahrsputz. Die Gartenmöbel werden wieder hervorgeholt und geputzt, aber auch die Beete und Pflanzen wollen bearbeitet werden. 
Wenn es überwiegend frostfrei ist, kann man das alte Laub entfernen und beginnen, unerwünschtes Beiwerk (“Unkraut”) zu entfernen. Je nach Bepflanzungswunsch werden dann die Beete hergerichtet. Die Erde sollte regelmäßig erneuert und gedüngt werden. 
Es empfiehlt sich, einen Plan der Bepflanzung zu erstellen, um einen besseren Überblick zu erhalten. 
Viele Gemüsesorten kann man auf der Fenster oder im Gewächshaus vorziehen, sodass man diese dann als Jungpflanze ins Beet setzen kann. 
Bei vielen ist dabei der Frost und die Eisheiligen (meist Mitte Mai) abzuwarten. 

Im Sommer liegt die Hauptaufgabe im Gießen. Nicht nur uns ist heiß, sondern auch den Pflanzen. Dafür beginnt bei einigen Gemüsesorten bereits früh die erste Erntezeit (z.B. Radieschen, Spinat, Erbsen, einige Salatsorten). 
Zudem sollte der Rasen regelmäßig gemäht werden, dazu aber weitere Informationen unter “Rasenpflege”. 

Mit etwas Glück kann man den goldenen Herbst noch im Garten verbringen und Wintersorten wie Grünkohl, Feldsalat o.Ä. einsetzen. Die ersten Blätter wollen von der Wiese gerecht werden und der Pool wird abgebaut. 
Die Blätter kann man gut in Seitenbeete schieben, dort wärmen sie die dortigen Pflanzen und dienen durch die langsame Zersetzung als kontinuierlicher Dünger. Des Weiteren sind sie großartige Igelverstecke. 

Der Winter dient eher der Planung der neuen Saison, hier lassen sich oft gute Schnäppchen im Bereich Gartenmöbel machen. Wichtig ist auch die Pflege der Gartenwerkzeuge, auch dafür eignet sich der Winter besonders gut. Scheren, Sägen und dergleichen sollten regelmäßig geschliffen und alle Maschinen auf Funktionsfähigkeit überprüft werden.

Alle hier beschriebenen Tipps erheben keinen Anspruch aufvollständige Richtigkeit. Alles hier aufgeführte hat bereits zu Erfolgen geführt, erhebt aber keine Garantie. Es handelt sich um natürliche Prozesse, die sich beiweilen nur bedingt beeinflussen lassen. 

Ein wichtiger Teil der kleingärtnerischen Nutzung ist der Gemüseanbau. Laut Satzung sollte etwa ein Drittel der Gartenfläche Nutzfläche sein. 
Eine gute Möglichkeit dafür ist der Anbau von Gemüse. In diesem Bereich gibt es unzählige Möglichkeiten; im Beet, Gewächshaus oder Hochbeet. Welche Variante die beste ist, ist meist persönlicher Geschmack. Allerdings sind die Regelungen zum Bau von Hochbeeten und Gewächshäusern der Satzung zu beachten. 
Bei den meisten gängingen Sorten empfiehlt sich eine Anzucht im Gewächshaus oder ganz klassisch auf der Fensterbank. Dazu gibt es spezielle Anzuchterde, die bereits gut vorgedüngt ist. 
Bei der Menge der Aussaat sollte man bedenken, wie viel Platz zur Verfügung steht und wie viel Bedarf zu decken ist. Es ist ratsam, in etwa so viel anzubauen, wie man selbst verbrauchen kann. Dabei sollte man beachten, wie ergiebig die Sorte ist. Beispiel: aus einer Tomatenpflanze können viele Früchte reifen, bei Kohl jedoch nur ein Kopf. 

Was ist die Mischkultur? 
Damit bezeichnet man die Anbauweise, die verschiedene Pflanzenarten zusammenbringt, um deren Synergien zu nutzen. 
Man nutzt dazu die unterschiedlichen Nährstoffbedürfnisse der Pflanzen und deren Resistenz Schädlingen gegenüber. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man mehr Vielfalt auf kleinerer Fläche anbauen kann.
Weiterhin ist der unterschiedliche Standort, Bodenbeschaffenheit und Wasserbedarf zu beachten.
Es gibt zahlreiche Übersichten, was “gute” und was “schlechte” Nachbarn sind. 
Aus der Erfahrung hat sich beispielsweise eine Seitenbepflanzung mit Kapuzinerkresse bewährt, da diese Läuse aufhält. 
Es lassen sich auch gut hoch und tief wachsende Pflanzen kombinieren, etwa Radieschen, die unterirdisch wachsen und Spinat, der oberirdisch wächst. 
Auch Kräuter und verschiedene Gemüsesorten harmonieren gut miteinander, klassisches Beispiel ist Gurke und Dill, ebenso wie Tomaten und Basilikum.

Nicht nur die Gemüsepflanzen benötigen regelmäßige Pflege, sondern auch die Bäume. Dabei gilt, dass der große Formschnitt nur bis Ende Februar erfolgen darf. Grund dafür ist der Vogelschutz. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt ein grober Schnitt erforderlich sein, bitte an den Vorstand wenden. 
Empfehlenswert ist der Schnitt von Wassertrieben und alles “was quer wächst”. Soll heißen, alles was zum Stamm wieder zurückwächst, kann geschnitten werden. Beim Baumschnitt sollte man darauf achten, dass genügend stabile Äste übrig bleiben und eine schöne Krone ausbilden können. Mit einem guten Formschnitt sieht der Baum nicht nur schöner aus, sondern die Obstbäume tragen dann auch mehr und besser Früchte. 

Für einen gesunden, dichten Rasen sind regelmäßiges Mähen (auf 3–5 cm), durchdringendes Wässern (1-2 Mal pro Woche) und eine zweimalige Düngung (Frühjahr/Herbst) essenziell. Vertikutieren im Frühjahr entfernt Moos, während Aerifizieren bei verdichteten Böden hilft. Ein robuster Rasen benötigt zudem die richtige Schnitthöhe, um Trockenheit zu tolerieren.

Wichtige Maßnahmen zur Rasenpflege:

Rasenmähen: Mindestens einmal pro Woche mähen, dabei nicht mehr als ein Drittel der Halmlänge abschneiden, um das Wurzelwachstum zu fördern. Optimale Höhe: 3-5 cm. Im Sommer eher länger stehen lassen (schützt vor Austrocknung).
Richtig Wässern: Seltener, aber durchdringend gießen (15-20 Liter pro bei lehmigen Böden), anstatt täglich wenig Wasser zu geben
Düngen: Zwei- bis dreimal im Jahr düngen: Im Frühjahr mit Stickstoff für das Wachstum, im Herbst mit Kalium zur Stärkung gegen Frost.
Vertikutieren & Lüften: Im Frühjahr (April) den Rasen vertikutieren, um Moos und Rasenfilz zu entfernen. Bei festen Böden hilft Aerifizieren (Löcher in den Boden stechen).
Pflege im Jahresverlauf: Im Herbst Laub entfernen, um Staunässe und Pilzbildung zu vermeiden.

Nach oben scrollen